Es war zunächst vor allem das Kostenargument,
das viele Personalverantwortliche für die Einführung von
eLearning begeisterte. Computerunterstützte Lernformen sollen
dazu beitragen, Reisekosten zu senken und Ausfallzeiten des Mitarbeiters
am Arbeitsplatz zu reduzieren. Doch nicht selten wurden die Erwartungen
enttäuscht: Oft waren die Kosten für „maßgeschneiderte“
eLearning-Lösungen deutlich höher als die Einsparungen.
Was nicht heißt, dass dies ein ausreichender Grund gegen den
Einsatz von eLearning wäre.
Wie sich gezeigt hat, ist die Konzeption eines eLearning-Kurses in
der Regel deutlich aufwändiger und teurer als die eines Präsenzkurses.
Die Investitionen lohnten sich damit eher für Unternehmen mit
vielen Mitarbeitern, während in kleinen und mittelständischen
Unternehmen schlicht die „kritische Masse“ fehlte.
Sie waren damit auf reine „Kaufprodukte“ angewiesen. Dies
sind komplette, vorgefertigte Kurse „von der Stange“,
die als CBT oder WBT im Handel sind allerdings ohne zusätzliche
Betreuung oder Präsenzphasen. Sie sind zwar kostengünstig,
doch eLearning-Experten beklagen die mangelnde Qualität dieser
Produkte, weil sie nicht auf den Bedarf ihres Unternehmens zugeschnitten
sind. Die Mitarbeiter wiederum vermissen individuelle Betreuungsangebote.
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